Radweg nach Bilk noch in diesem Jahr

Das Bauschild haben sie schon, es kann losgehen mit dem Bau des Radweges. Von links: Joachim Hinker, Christian Berning, Heiner Lütke-Wenning, Bernd Münning, Markus Hoffboll, Johannes Claas, Annette Plogmaker. Foto: Meier-TascheWETTRINGEN Der Durchbruch ist da: Der Radweg zwischen Wettringen und Bilk an der Landstraße 567 kann doch gebaut werden. Schon am 30. August soll es losgehen, noch in diesem Jahr soll der Weg zwischen Kalkwerk und Münnings Kreuz fertig werden.

Das teilten Sprecher der Initiative „Bürgerradweg Bilk-Wettringen“ am Freitagabend bei einem Ortstermin an Münnings Kreuz mit.

„Die Gemeinde hat uns jetzt gesagt: Ihr könnt bauen!“, so Bernd Münning, einer aus der Initiative. Der 30. August sei geplant, man wolle beim Baustart aber auf jeden Fall „Rücksicht auf die Ernte“ nehmen, betont Joachim Hinker. Hinker hat wie Münning, Johannes Claas, Markus Hoffboll, Annette Plogmaker, Christian Berning und Richard Mohring an vorderster Front der Initiative für den Bau gekämpft.

 

Behördlicher Rückenwind

Unterstützung signalisierte Freitagabend auch wieder SPD-Fraktionschef Heiner Lütke-Wenning, der in seiner Tätigkeit beim Landesbetrieb Straßen. NRW für den nötigen behördlichen Rückenwind gesorgt hat. Lütke-Wenning brachte gleich ein Bauschild mit zum Ortstermin.

Bisher hing das Projekt am seidenen Faden, weil sich zwei Grundstückseigentümer weigerten, den für den Radweg nötigen Streifen Land zu verkaufen. Alle anderen von insgesamt 24 Landbesitzern hatten schon verkauft. „Mit uns wollten diese beiden Eigentümer nicht verhandeln, nur mit der Gemeinde“, berichtet Berning.

Die Hartnäckigkeit dieser Verhandlungen zwischen Verwaltung und Eigentümern ist nun offenbar von Erfolg gekrönt. „Die Gespräche mit den beiden Eigentümern sind soweit gediehen, dass gebaut werden kann“, sagte Freitagabend Bürgermeister Engelbert Rauen auf MZ-Anfrage.

 

Alle gleich behandelt

Es seien nur noch einige kleine Dinge zu klären, aber es stehe fest: „Es kann losgehen!“ Rauen betonte, alle Eigentümer würden vertraglich gleich behandelt.

Der Bürgermeister lobte die Initiative für den Bürgerradweg und sprach von einer großen Herausforderung. Es sei eines der größten ehrenamtlichen Projekte, die es bisher in Wettringen gegeben habe.

140 000 Euro gibt es vom Land, die Grundstückspreise zahlt die Gemeinde – alles andere für den Bau des 2,6 Kilometer langen und 2,25 Meter breiten Radweges muss die Initiative selbst hinbekommen.

 

Sehr große Resonanz

Doch man ist guter Dinge: „Wir haben unglaublich große Resonanz in Bilk“, unterstreicht Bernd Münning. Und nicht nur dort: 15 Firmen in Wettringen sind angeschrieben worden, ob sie Material, Maschinen und Mitarbeiter zur Verfügung stellen. „Wir haben keine einzige Absage erhalten, alle wollen sich kostenlos einbringen“, freut sich auch Johannes Claas.

Dennoch ist klar: „Wir brauchen noch viele Spenden, um alles bezahlen zu können“, so Markus Hoffboll. Wer helfen will, kann mit ihm Kontakt aufnehmen (Tel. 92 91 87). Auch ist jeder willkommen, der mit eigenen Händen anpackt.

Denn es soll auf keinen Fall eine Wochenend-Baustelle werden: „Wir werden sechs Tage die Woche arbeiten, sonst zieht sich das zu sehr in die Länge“, unterstreicht Joachim Hinker. Dafür, das steht schon fest, wollen die Mitglieder der Initiative auch Urlaubstage opfern.

Denn diese Radwege-Bau sei mehr als notwendig: „Nicht nur die Bilker oder die Wettringer werden profitieren. Das ist ein Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Wettringen und Schüttorf“, stellt die Initiative noch einmal heraus.

 

Info-Tag am 27. Juni

Das gesamte Projekt soll der Bevölkerung am Sonntag, 27. Juni, bei einem Info-Tag auf dem Hof von Richard Mohring vorgestellt werden. Zwischen 11 und 17 Uhr gtibt es aber nicht nur Informationen, sondern auch Attraktionen.

So beteiligen sich Westfalia Bilk, der Schützenverein Bilk-Haddorf, der Landwirtschaftliche Ortsverein, die Landjugend, die Landfrauen, die KFD und andere an der Gestaltung dieses Tages – auch ein Zeichen dafür, dass dieser Radweg von einer großen Mehrheit der Bevölkerung getragen wird.

 

Quelle: Münstersche Zeitung - Gerald Meier-Tasche